Philosophie

Der Outdoorpark ist ein erlebnispädagogischer Seilgarten. Wir fördern das Lernen mit Kopf, Herz und Hand und stärken die kognitive, emotionale und soziale Kompetenz unserer Teilnehmer. Bei unserer Arbeit orientieren wir uns an folgenden Merkmalen der Erlebnispädagogik:

Handlungsorientierung und Ganzheitlichkeit

Im Mittelpunkt des Lernprozesses steht die aktive Auseinandersetzung mit einer Aufgabe, wobei Erfahrungen selbst gemacht werden müssen. Wissen, Fähigkeit und Werte werden über direkte Erfahrungen erarbeitet und vermittelt. Unter Ganzheitlichkeit ist zu verstehen, dass alle Dimensionen des Menschen angesprochen werden, d.h. Körper, Geist und Seele.

Gruppenorientierung

Erlebnispädagogik stellt sich überwiegend als gruppenpädagogisches Angebot dar. Erlebnispädagogische Angebote zielen dabei auf die Förderung von sozialen Kompetenzen und Kooperationsfähigkeit. Dies geschieht durch das Arrangement von Lernsituationen, die „erleben“ lassen, dass Zusammenarbeit notwendig ist.

Erlebnischarakter

Die bisher genannten Merkmale ließen sich auch in alltäglichen Situationen konstruieren. Charakteristisch für die Erlebnispädagogik ist jedoch, dass die Lernsituationen außergewöhnlich, d.h. vielfältig, nicht alltäglich, real und ernsthaft sein müssen, um Grenzerfahrungen zu ermöglichen. Ungewöhnliche und außerordentliche Situationen erhöhen die Chance, dass aus einem Ereignis ein nachhaltig wirkendes Erlebnis wird. Deshalb findet Erlebnispädagogik mit Distanz zum Alltag statt.

Lernen in Situationen mit Ernstcharakter

Von besonderer Bedeutung für das Setting ist in einer erlebnispädagogischen Maßnahme der Ernstcharakter einer Situation. Es müssen Lernsituationen gefunden werden, deren Charakter derart beschaffen ist, dass sich Aufgaben und Anforderungsstruktur als natürlicher Sachzwang ergeben.

Freiwilligkeit

Jeder Mensch muss selbst entscheiden, ob er an einer erlebnispädagogischen Maßnahme teilnehmen will oder nicht. Das Prinzip der Freiwilligkeit geht davon aus, dass Lernerfolge nicht erzwungen werden können und deshalb abhängig von der Motivation und Wahlfreiheit des Einzelnen sind. Die Aufgabe der Erlebnispädagogen besteht darin, die Teilnehmer zu ermutigen und anzuspornen, sich in die Lernsituation zu wagen. Die endgültige Entscheidung wird von dem Teilnehmer selbst getroffen und muss vom Pädagogen akzeptiert werden.

Pädagogisches Arrangement

Erlebnisträchtige Situationen werden erst dann zum erlebnispädagogischen Arrangement, wenn sie pädagogisch instrumentalisiert werden. Dazu gehören einerseits gezielte Planungen und Realisierungen von Angeboten, andererseits aber auch – was wichtig für den Erfolg der Maßnahme ist – die Begleitung durch erlebnispädagogisch geschulte Trainer.